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Von Magento zu Shopify migrieren: Anleitung 2026

Magento/Adobe Commerce zu Shopify migrieren: Datenmodell, Attribute, 301-Redirects, Extensions ersetzen und Go-Live – die komplette Anleitung 2026.

Von Magento zu Shopify migrieren: Anleitung 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Der eigentliche Kern einer Magento-Migration ist die Übersetzung des EAV-Datenmodells nach Shopify (Varianten + Metafelder).
  • Produkte, Kategorien, Kunden und Bestellungen lassen sich übertragen – Passwörter aus Sicherheitsgründen nicht.
  • Extensions werden nicht 1:1 kopiert, sondern durch wenige, gut gewählte Apps ersetzt.
  • Ein vollständiges 301-Redirect-Mapping schützt deine Rankings; ohne Weiterleitungen brechen sie weg.

Magento (Adobe Commerce) gibt dir maximale Kontrolle – kostet aber Hosting, Entwicklung und Pflege. Wenn die Gesamtkosten kippen, ist Shopify der logische Schritt. Während mein Vergleich Magento vs. Shopify bei der Entscheidung hilft, ist das hier der Umsetzungs-Guide: vom komplexen Magento-Datenmodell bis zum sauberen Go-Live.

01Die Magento-Hürde: das EAV-Datenmodell

Magento speichert Produktdaten im flexiblen, aber komplexen EAV-Modell mit Attribut-Sets. Vor der Migration solltest du deine Attribute aufräumen: Welche brauchst du wirklich, welche bildest du in Shopify über Varianten ab, welche über Metafelder? Diese Übersetzung ist der eigentliche Kern einer Magento-Migration – nicht der reine Export. Wovon die Kosten bei deinem Katalog-Umfang abhängen, zeigt die Übersicht zu Kosten und Dauer.

02Daten exportieren und übertragen

Produkte, Kategorien, Kunden und Bestellungen lassen sich über Magentos Export, per CSV oder Migrations-Tools übernehmen. Achte auf konfigurierbare Produkte (sie werden zu Shopify-Varianten), auf URL-Keys und auf Bilder in ausreichender Auflösung. Kundenpasswörter wandern aus Sicherheitsgründen nicht mit. Welche Daten dabei typischerweise verloren gehen – und wie du das verhinderst – zeigt mein Beitrag zum Datenverlust bei der Shopify-Migration.

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03Extensions ersetzen statt eins-zu-eins kopieren

Magento-Shops leben von Extensions. In Shopify denkst du in Apps – aber nicht jede Extension braucht ein Pendant. Liste deine aktiven Module auf und entscheide: Welche Funktion ist Kern, welche überflüssig? Oft ersetzt eine gut gewählte App mehrere alte Module. Orientierung gibt meine Übersicht der besten Shopify Apps 2026.

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04SEO retten: Redirects und Struktur

Magento-URLs (oft mit .html-Endung oder Kategorie-Pfaden) unterscheiden sich stark von Shopify. Ein vollständiges 301-Redirect-Mapping ist Pflicht, sonst brechen Rankings weg. Übernimm Meta-Daten und strukturierte Daten und prüfe nach dem Go-Live die Indexierung in der Search Console. Wie du danach weiter rankst, zeigt der Shopify-SEO-Guide. Den Ablauf einer begleiteten Migration zum Festpreis findest du auf der Migrations-Seite.

05Test, Schulung, Go-Live

Auf Staging baust du Theme, Zahlungen, Steuern und Versand auf und testest den kompletten Funnel. Plane eine kurze Team-Schulung ein – der Umstieg von Magentos Backend auf den Shopify-Admin ist für dein Team eine spürbare Erleichterung. Beim Go-Live: DNS, Redirects, Kontroll-Bestellung.

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URL-Mapping: So werden Magento-URLs zu Shopify-URLs

Magento hängt an Produkt- und Kategorie-Adressen standardmäßig die Endung .html an und erlaubt Kategorie-Pfade in der Produkt-URL. Shopify kennt beides nicht. Deshalb bekommt jede alte Adresse eine 301-Weiterleitung:

Inhalt Magento (typisch) Shopify
Produkt /produktname.html oder /kategorie/produktname.html /products/produktname
Kategorie /kategorie/unterkategorie.html /collections/unterkategorie
Interne Produkt-URL /catalog/product/view/id/123 /products/produktname
CMS-Seite /ueber-uns /pages/ueber-uns
Store View / Sprache /de/… oder /at/… Sprach- und Länderpfade über Shopify Markets

Die vollständige Liste liefert die Magento-Tabelle der URL-Rewrites. Sie enthält auch ältere Umleitungen, die Magento selbst angelegt hat. Diese Liste gleichst du mit den indexierten Seiten in der Google Search Console ab, damit keine Adresse mit Backlinks verloren geht. Shopify speichert bis zu 100.000 Weiterleitungen, auf Plus deutlich mehr.

Welche Magento-Daten wie in Shopify landen

  • Konfigurierbare Produkte werden zu Shopify-Produkten mit Varianten. Shopify erlaubt bis zu 2.048 Varianten, aber nur drei Optionen pro Produkt.
  • Attribute und Attribut-Sets werden zu Metafeldern mit festen Definitionen. So bleiben sie filterbar und im Theme sauber anzeigbar.
  • Gebündelte und gruppierte Produkte gibt es in Shopify nicht als eigenen Typ. Sie werden über Bundles oder eine App abgebildet.
  • Kundengruppen und Staffelpreise werden zu B2B-Firmen, Katalogen und Mengenrabatten. Seit April 2026 geht das auch ohne Shopify Plus, mit bis zu drei Preislisten, siehe Shopify B2B einrichten.
  • Mehrere Store Views für Sprachen und Länder werden in Shopify über Markets und Übersetzungen abgebildet, statt über getrennte Shops.
  • Extensions werden nicht übertragen, sondern durch Shopify-Funktionen oder Apps ersetzt. Das ist meist der größte Hebel für niedrigere laufende Kosten.
  • Passwörter lassen sich nicht übertragen. Kunden aktivieren ihr Konto einmalig per Einladung.

Magento 1 oder Magento 2: Was du wissen musst

Magento 1 bekommt seit Juni 2020 keine Sicherheitsupdates mehr. Wer noch darauf läuft, hat zwei Möglichkeiten: den aufwendigen Umzug auf Magento 2, der technisch fast einer Neuentwicklung gleicht, oder direkt den Wechsel zu Shopify. Der Weg zu Shopify ist in beiden Fällen derselbe, weil die Daten aus der Datenbank exportiert werden. Für Magento-2-Shops lohnt ein ehrlicher Blick auf die laufenden Kosten für Hosting, Updates und Extensions. Den gesamten Ablauf findest du auf der Seite Shopify-Migration.

Häufige Fragen

Warum von Magento zu Shopify wechseln?
Meist wegen der Gesamtkosten: Magento Open Source ist lizenzfrei, verursacht aber hohe Kosten für Hosting, Entwicklung und Sicherheit. Shopify nimmt dir Betrieb und Updates ab und ist für viele Shops planbarer.
Was passiert mit meinen Magento-Extensions?
Sie werden nicht eins zu eins übertragen. Du ersetzt Kernfunktionen durch Shopify-Apps – oft braucht es weniger als vorher, weil eine App mehrere Module abdeckt.
Bleiben meine Rankings erhalten?
Ja, mit einem vollständigen 301-Redirect-Mapping aller alten URLs und übernommenen Meta-Daten. Ohne Weiterleitungen drohen Ranking-Verluste.
Wie komplex ist die Migration im Vergleich zu WooCommerce?
Tendenziell aufwendiger, weil Magentos EAV-Datenmodell und Attribut-Sets sauber nach Shopify übersetzt werden müssen. Mit Plan und Erfahrung ist sie aber gut beherrschbar.

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Dominik-Lukas Moral Falke
ÜBER DEN AUTOR
Dominik-Lukas Moral Falke

Shopify & Shopify Plus Freelancer · Berlin & Marbella. Seit Jahren setze ich Shopify-Shops für Marken im DACH-Raum um — von der Migration über den Relaunch bis zur Conversion-Optimierung. In diesem Blog teile ich, was in echten Projekten funktioniert.

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Zuletzt aktualisiert: · Redaktionell geprüft· Erstellt mit KI-Unterstützung
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Passt es, machen wir es. Passt es nicht, sage ich das.

Ich arbeite an wenigen Projekten gleichzeitig und nehme keine reinen Angebotsvergleiche an. Wenn du weißt, was du willst, und jemanden suchst, der es umsetzt: zwei Sätze genügen.

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