Shopify Gebühren 2026: was pro Bestellung wirklich abgeht
Kartengebühr, Transaktionsgebühr, Fixbetrag: was Shopify pro Bestellung nimmt, wie hoch deine echte Quote ist und ab wann sich ein Tarifwechsel rechnet.
Das Wichtigste in Kürze
- Shopify nimmt nicht eine Gebühr, sondern bis zu drei gleichzeitig: Tarifpreis, Kartengebühr von Shopify Payments und – falls du einen externen Zahlungsanbieter nutzt – eine zusätzliche Transaktionsgebühr von 2,0 % bis 0,2 % je nach Tarif.
- Mit Shopify Payments liegt die Kartengebühr in Deutschland bei ungefähr 2,2 % (Basic) bis 1,7 % (Advanced) plus 0,30 € pro Transaktion. Stand: September 2026.
- Die fixen 0,30 € sind der unterschätzte Posten. Bei 25 € Warenkorb zahlst du effektiv rund 3,4 %, bei 250 € nur noch rund 2,3 %.
- Wer Shopify Payments nutzt, sollte erst bei etwa 13.700 € Monatsumsatz von Basic auf Grow wechseln. Wer einen externen Anbieter nutzt, schon bei etwa 4.100 €.
- Klarna-, PayPal- und Rechnungskauf-Gebühren kommen nicht von Shopify. Sie stehen in deinem Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter und werden oft doppelt gezählt.
„Was nimmt Shopify pro Verkauf?" ist eine der Fragen, die ich in Erstgesprächen am häufigsten höre – und fast immer bekomme ich eine falsche Zahl genannt. Mal wird die Kartengebühr mit der Transaktionsgebühr verwechselt, mal wird die PayPal-Gebühr Shopify zugerechnet, mal fehlen die 0,30 € pro Bestellung komplett in der Kalkulation. Bei 2.000 Bestellungen im Jahr sind das allein 600 € Unterschied in deiner Deckungsbeitragsrechnung.
Dieser Beitrag rechnet es einmal sauber durch: welche Gebühr wofür anfällt, wer sie kassiert, wie hoch deine effektive Gebührenquote tatsächlich ist und ab welchem Umsatz sich ein Tarifwechsel rechnet. Mit Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wenn du stattdessen die reinen Tarifpreise suchst, stehen die im Überblick zu den Shopify Kosten und Tarifen.
01Was Shopify wirklich pro Bestellung nimmt
Shopify verdient an deinem Shop auf drei getrennten Wegen. Das ist wichtig zu verstehen, weil die drei Posten unterschiedlich reagieren, wenn du den Tarif wechselst oder den Zahlungsanbieter tauschst.
Der erste Posten ist die Abo-Gebühr für deinen Tarif. Die ist umsatzunabhängig: ob du im Monat zehn oder tausend Bestellungen hast, der Tarifpreis bleibt gleich. Der zweite Posten ist die Kartengebühr, die anfällt, wenn du Shopify Payments als Zahlungsabwickler nutzt. Die ist umsatzabhängig und besteht aus einem Prozentsatz plus einem festen Cent-Betrag. Der dritte Posten ist die zusätzliche Transaktionsgebühr, die Shopify berechnet, wenn du nicht Shopify Payments nutzt, sondern einen fremden Anbieter. Die ist reiner Aufschlag – dafür bekommst du keine Leistung, es ist eine Strafgebühr dafür, dass du an Shopifys Zahlungsabwicklung vorbei arbeitest.
Der entscheidende Punkt: Posten zwei und drei schließen sich gegenseitig aus. Nutzt du Shopify Payments, zahlst du die Kartengebühr und die zusätzliche Transaktionsgebühr entfällt vollständig. Nutzt du einen externen Anbieter, zahlst du dessen Gebühr plus Shopifys Aufschlag. Wer glaubt, er zahle beides gleichzeitig an Shopify, rechnet sich seinen Shop schlechter, als er ist.
02Die drei Gebührenarten, die ständig verwechselt werden
Damit die Begriffe sitzen, hier die saubere Trennung. Ich benutze diese Bezeichnungen im gesamten Beitrag.
| Begriff | Wer kassiert | Wofür | Vermeidbar? |
|---|---|---|---|
| Tarifgebühr | Shopify | Nutzung der Plattform | Nein, nur wechselbar |
| Kartengebühr (Shopify Payments) | Shopify Payments | Abwicklung der Kartenzahlung | Nein, nur durch Zahlartenmix senkbar |
| Zusätzliche Transaktionsgebühr | Shopify | Nutzung eines fremden Anbieters | Ja, durch Shopify Payments |
| Anbietergebühr (PayPal, Klarna & Co.) | der jeweilige Anbieter | Abwicklung dieser Zahlart | Nur durch Zahlartenmix |
Wichtig für die Buchhaltung: Kartengebühren und Transaktionsgebühren sind Betriebsausgaben und bei Vorsteuerabzugsberechtigung entsprechend zu behandeln. Wenn du die Kleinunternehmerregelung im Shopify-Shop nutzt, gelten andere Regeln – das ist keine Steuerberatung, sprich es mit deinem Steuerbüro durch.

03Shopify Payments: Kartengebühren nach Tarif
Nutzt du Shopify Payments, hängt die Kartengebühr an deinem Tarif. Je teurer der Tarif, desto günstiger die Abwicklung. Die folgenden Werte gelten für deutsche Konsumenten-Karten im Onlineshop. Stand: September 2026.
| Tarif | Preis pro Monat (jährlich gezahlt) | Kartengebühr online | Zusatzgebühr bei externem Anbieter |
|---|---|---|---|
| Basic | ca. 25 € | ca. 2,2 % + 0,30 € | 2,0 % |
| Grow | ca. 66 € | ca. 1,9 % + 0,30 € | 1,0 % |
| Advanced | ca. 289 € | ca. 1,7 % + 0,30 € | 0,6 % |
| Shopify Plus | ab ca. 2.100 € | individuell verhandelt | 0,2 % |
Zwei Dinge, die auf keiner Preisseite stehen. Erstens: Firmenkarten und Karten von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums kosten mehr als Konsumenten-Karten aus dem EWR. Wenn du viel an Geschäftskunden oder in die Schweiz verkaufst, liegt deine tatsächliche Quote über dem Tabellenwert. Zweitens: In der Schweiz und in Österreich weichen die Konditionen ab. Für Schweizer Shops kommt außerdem die Währungsumrechnung dazu, sobald du in einer anderen Währung abrechnest als der, in der dein Auszahlungskonto geführt wird.
Deine echten Konditionen stehen im Shopify-Admin unter Einstellungen, Zahlungen, bei Shopify Payments unter „Tarife anzeigen". Lies dort nach, statt dich auf eine Tabelle im Netz zu verlassen – auch auf meine nicht. Die Sätze werden angepasst, und für Plus-Shops sind sie ohnehin Verhandlungssache. Was für Plus-Shops sonst noch anders läuft, steht in der Aufschlüsselung der Shopify-Plus-Kosten.
04Die 0,30 € Fixgebühr: warum kleine Warenkörbe teuer sind
Der Prozentsatz bekommt die ganze Aufmerksamkeit, dabei entscheidet der fixe Anteil über deine tatsächliche Gebührenquote. 0,30 € klingen nach nichts. Gemessen am Warenkorb sind sie es nicht.
| Warenkorb | Gebühr bei 2,2 % + 0,30 € | effektive Quote |
|---|---|---|
| 15 € | 0,63 € | 4,2 % |
| 25 € | 0,85 € | 3,4 % |
| 50 € | 1,40 € | 2,8 % |
| 80 € | 2,06 € | 2,6 % |
| 250 € | 5,80 € | 2,3 % |
Ein Shop mit 15 € Durchschnittswarenkorb zahlt fast doppelt so viel Gebührenquote wie ein Shop mit 250 €. Das ist der Grund, warum Shops mit vielen Kleinbestellungen an der Zahlungsabwicklung überproportional bluten – und warum Bundles, Mindestbestellwerte und ein ordentliches Cross-Selling im Warenkorb nicht nur den Umsatz heben, sondern direkt die Gebührenquote senken.
Rechne das einmal für deinen Shop aus, bevor du an anderen Stellschrauben drehst. Der Durchschnittswarenkorb steht in deinen Shopify-Analytics unter „Durchschnittlicher Bestellwert". Wenn der unter 30 € liegt, ist die Warenkorbgröße dein wirksamster Hebel – deutlich wirksamer als ein Tarifwechsel.
05Die zusätzliche Transaktionsgebühr bei externen Anbietern
Das ist der Posten, der die meisten Shops überrascht. Wickelst du Zahlungen über einen anderen Anbieter ab als Shopify Payments, berechnet Shopify zusätzlich 2,0 % (Basic), 1,0 % (Grow), 0,6 % (Advanced) oder 0,2 % (Plus) vom Bestellwert. Diese Gebühr kommt zu dem, was dein Anbieter ohnehin nimmt, noch obendrauf.
Ein Beispiel. Basic-Tarif, 80 € Bestellung, abgewickelt über einen externen Anbieter mit 2,5 % + 0,35 €. Dein Anbieter nimmt 2,35 €. Shopify nimmt zusätzlich 2,0 % von 80 €, also 1,60 €. Gesamt 3,95 € – gegenüber 2,06 € bei Shopify Payments. Fast das Doppelte für dieselbe Bestellung.
Deshalb ist die Entscheidung für oder gegen Shopify Payments im Basic-Tarif die teuerste Einzelentscheidung im ganzen Gebührenmodell. Welche Anbieter in DACH überhaupt sinnvoll sind und wann ein externer Anbieter trotz Aufschlag die richtige Wahl ist, habe ich im Vergleich der Shopify-Zahlungsanbieter für DACH auseinandergenommen.
Ausnahme, die viele nicht kennen: Für Zahlarten, die über Shopify Payments selbst laufen, fällt die Zusatzgebühr nicht an – auch dann nicht, wenn der Kunde kein Kartenzahler ist. Für manuelle Zahlarten wie Vorkasse oder Rechnung per Überweisung fällt sie ebenfalls nicht an, weil Shopify daran gar nichts abwickelt.
06Klarna, PayPal und Rechnungskauf: wessen Gebühr ist das eigentlich?
Hier entsteht die häufigste Fehlkalkulation. Wenn Klarna dir 2,99 % plus einen Fixbetrag berechnet, ist das Klarnas Gebühr, nicht Shopifys. Sie steht in deinem Klarna-Vertrag, sie wird von Klarna abgerechnet, und sie ändert sich nicht, wenn du deinen Shopify-Tarif wechselst.
Für DACH-Shops ist das relevant, weil die beliebtesten Zahlarten hier ausgerechnet die teureren sind. Kauf auf Rechnung ist in Deutschland unverändert eine der wichtigsten Zahlarten, und Rechnungskauf mit Ausfallschutz kostet regelmäßig mehr als eine Kartenzahlung. Das ist kein Argument dagegen – die Conversion-Wirkung ist in der Regel höher als die Mehrkosten. Aber es gehört sauber in die Kalkulation. Die Details zur Einrichtung stehen in den Beiträgen zu Klarna im Shopify-Checkout, zu PayPal in Shopify und zum Kauf auf Rechnung.
Was du daraus machst: Zieh dir einmal im Quartal die Gebühren je Zahlart aus deinen Auszahlungsberichten und stell sie dem Umsatzanteil gegenüber. Erst dann siehst du, ob eine teure Zahlart ihr Geld wert ist oder ob sie nur Bestellungen von einer günstigeren Zahlart abzieht, die der Kunde genauso genutzt hätte.
07Rechenbeispiel: drei Shops, drei Gebührenquoten
Drei realistische Konstellationen, jeweils Basic-Tarif mit Shopify Payments, 10.000 € Monatsumsatz. Nur die Struktur unterscheidet sich.
- Shop A, Accessoires: 400 Bestellungen à 25 €. Kartengebühr: 220 € plus 120 € Fixanteil, macht 340 €. Plus Tarif 25 €. Gesamt 365 €, also 3,65 % vom Umsatz.
- Shop B, Haushaltswaren: 125 Bestellungen à 80 €. Kartengebühr: 220 € plus 37,50 €, macht 257,50 €. Plus Tarif 25 €. Gesamt 282,50 €, also 2,83 %.
- Shop C, Möbel: 40 Bestellungen à 250 €. Kartengebühr: 220 € plus 12 €, macht 232 €. Plus Tarif 25 €. Gesamt 257 €, also 2,57 %.
Gleicher Umsatz, gleicher Tarif, gleicher Zahlungsanbieter – und trotzdem über einen Prozentpunkt Unterschied. Auf ein Jahr gerechnet trennen Shop A und Shop C rund 1.300 €. Wer seine Gebührenquote senken will, muss also zuerst wissen, welcher der beiden Anteile bei ihm dominiert: der prozentuale oder der fixe.
08Ab wann sich ein Tarifwechsel rechnet
Ein Tarifwechsel lohnt sich genau dann, wenn die Ersparnis bei der Gebühr den höheren Tarifpreis übersteigt. Das lässt sich ausrechnen: Preisdifferenz geteilt durch Gebührendifferenz ergibt den Umsatz, ab dem sich der Wechsel trägt.
Mit Shopify Payments ist die Gebührendifferenz klein, deshalb liegt die Schwelle hoch:
| Wechsel | Mehrkosten Tarif | Ersparnis Kartengebühr | rechnet sich ab |
|---|---|---|---|
| Basic auf Grow | ca. 41 € / Monat | 0,3 Prozentpunkte | ca. 13.700 € Monatsumsatz |
| Grow auf Advanced | ca. 223 € / Monat | 0,2 Prozentpunkte | ca. 111.500 € Monatsumsatz |
Ohne Shopify Payments sieht es völlig anders aus, weil dort die Zusatzgebühr um ganze Prozentpunkte fällt:
| Wechsel | Mehrkosten Tarif | Ersparnis Zusatzgebühr | rechnet sich ab |
|---|---|---|---|
| Basic auf Grow | ca. 41 € / Monat | 1,0 Prozentpunkt | ca. 4.100 € Monatsumsatz |
| Grow auf Advanced | ca. 223 € / Monat | 0,4 Prozentpunkte | ca. 55.750 € Monatsumsatz |
Daraus folgt eine Faustregel, die ich so in keinem Preisvergleich gefunden habe: Wer Shopify Payments nutzt, bleibt lange auf Basic. Wer einen externen Anbieter nutzt, sollte schon bei gut 4.000 € Monatsumsatz auf Grow wechseln. Der Sprung auf Advanced rechnet sich über die Gebühren allein fast nie – den machst du wegen der Funktionen, nicht wegen der Prozente.
Wenn du unsicher bist, welcher Tarif zu deinem Umsatz und deinem Zahlartenmix passt, geht der Plan-Finder die Fragen strukturiert durch. Für eine Einschätzung mit Blick auf deine echten Zahlen ist eine Shopify-Beratung der schnellere Weg – meistens reicht dafür ein Blick in deine Auszahlungsberichte.
09Gebühren senken: was wirkt und was nichts bringt
In dieser Reihenfolge lohnt sich der Aufwand. Die ersten drei Punkte wirken bei fast jedem Shop, die letzten beiden nur in Sonderfällen.
- Durchschnittlichen Bestellwert erhöhen. Der wirksamste Hebel bei kleinen Warenkörben, weil er den Fixanteil verdünnt. Bundles, Staffelpreise, Versandkostenfreigrenze.
- Auf Shopify Payments umstellen, wenn möglich. Spart im Basic-Tarif zwei volle Prozentpunkte gegenüber einem externen Anbieter.
- Zahlartenmix prüfen. Nicht jede angebotene Zahlart trägt ihre Kosten. Teure Zahlarten, die nur zwei Prozent der Bestellungen ausmachen, kannst du meist streichen, ohne dass die Conversion leidet.
- Jährlich statt monatlich zahlen. Spart je nach Tarif rund ein Viertel des Tarifpreises – wirkt aber nur auf den kleinsten der drei Posten.
- Chargebacks reduzieren. Jede Rückbuchung kostet zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr. Saubere Produktbeschreibungen, klare Versandinformationen und ein erkennbarer Name auf dem Kontoauszug helfen mehr als jedes Tool.
Was dagegen wenig bringt: an Apps sparen, um Gebühren zu senken. App-Kosten sind ein eigener Posten und haben mit der Zahlungsabwicklung nichts zu tun. Und: den Tarif herunterstufen, um Geld zu sparen. Wenn du dabei von Grow auf Basic gehst und keinen Shopify Payments nutzt, steigt deine Zusatzgebühr um einen ganzen Prozentpunkt – ab 4.100 € Umsatz zahlst du damit drauf.
10Was NICHT geht
Drei Dinge, die regelmäßig gefragt werden und die es schlicht nicht gibt.
Erstens: Es gibt keinen Weg, die zusätzliche Transaktionsgebühr zu umgehen, während du einen externen Kartenanbieter nutzt. Konstruktionen über manuelle Zahlarten, bei denen die Karte außerhalb von Shopify belastet wird, verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen und können zur Sperrung des Shops führen. Finger weg.
Zweitens: Shopify Payments ist nicht überall verfügbar und nicht für jede Branche. Bei bestimmten Produktkategorien wird der Antrag abgelehnt – dann bleibt nur der externe Anbieter inklusive Aufschlag, und dieser Aufschlag gehört von Anfang an in die Kalkulation.
Drittens: Die Gebühren sind nicht verhandelbar, solange du nicht auf Plus bist. Unterhalb von Shopify Plus gelten die Listenpreise, auch bei gutem Volumen. Wer dir etwas anderes verspricht, verkauft dir etwas.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Wie du Gebühren, Auszahlungen und Umsatzsteuer sauber auseinanderhältst – gerade bei Verkäufen ins EU-Ausland – steht im Beitrag zu Shopify-Steuern und OSS. Für die Buchung selbst sprich mit deinem Steuerbüro.
11Fazit
Die Frage „wie viel Prozent nimmt Shopify?" hat keine einzelne Antwort, weil drei Posten gleichzeitig laufen. Realistisch landen die meisten DACH-Shops bei einer Gesamtquote zwischen 2,5 % und 3,7 % vom Umsatz, und der größte Treiber dieser Spanne ist nicht der Tarif, sondern der durchschnittliche Bestellwert.
Bevor du über einen Tarifwechsel nachdenkst, rechne zwei Zahlen aus: deinen durchschnittlichen Bestellwert und deine tatsächliche Gebührenquote aus den Auszahlungsberichten der letzten drei Monate. Wenn die Quote über 3,5 % liegt, liegt das fast immer an kleinen Warenkörben oder an einem externen Anbieter im Basic-Tarif – und beides lässt sich beheben, ohne dass du mehr für den Tarif bezahlst. Was professionelle Umsetzung zusätzlich kostet, steht transparent in der Übersicht zu Shopify-Agenturkosten. Wer im stationären Handel zusätzlich Karten annimmt, findet die Konditionen dafür im Beitrag zu Shopify POS in DACH.
12Häufige Fragen zu Shopify-Gebühren
Wie viel Prozent nimmt Shopify pro Verkauf?
Mit Shopify Payments liegt die Kartengebühr in Deutschland bei ungefähr 2,2 % im Basic-Tarif, 1,9 % im Grow-Tarif und 1,7 % im Advanced-Tarif, jeweils plus 0,30 € pro Transaktion. Bei einem Warenkorb von 80 € sind das rund 2,6 % effektiv. Nutzt du einen externen Zahlungsanbieter, kommt eine zusätzliche Transaktionsgebühr von 2,0 % (Basic) bis 0,2 % (Plus) obendrauf. Stand: September 2026.
Fallen bei Shopify Payments zusätzliche Transaktionsgebühren an?
Nein. Die zusätzliche Transaktionsgebühr von 2,0 % bis 0,2 % fällt ausschließlich dann an, wenn du Zahlungen über einen anderen Anbieter als Shopify Payments abwickelst. Nutzt du Shopify Payments, zahlst du nur die Kartengebühr. Beide Gebühren gleichzeitig an Shopify zu zahlen ist nicht möglich.
Was kostet PayPal zusätzlich bei Shopify?
Die PayPal-Gebühr kommt von PayPal, nicht von Shopify, und richtet sich nach deinem PayPal-Vertrag. Dazu kommt bei Shopify die zusätzliche Transaktionsgebühr für externe Anbieter, also 2,0 % im Basic-Tarif bis 0,2 % bei Plus. Ein Tarifwechsel senkt nur den Shopify-Anteil, nicht die PayPal-Gebühr selbst.
Warum zahle ich effektiv mehr als den angegebenen Prozentsatz?
Wegen der festen 0,30 € pro Transaktion. Bei einem Warenkorb von 25 € machen sie 1,2 Prozentpunkte aus, bei 250 € nur noch 0,12 Prozentpunkte. Shops mit kleinen Warenkörben zahlen deshalb effektiv bis zu 4 % statt der angegebenen 2,2 %. Der wirksamste Hebel dagegen ist ein höherer durchschnittlicher Bestellwert.
Ab welchem Umsatz lohnt sich der Wechsel von Basic auf Grow?
Mit Shopify Payments ab etwa 13.700 € Monatsumsatz, weil dort nur 0,3 Prozentpunkte Kartengebühr gespart werden und rund 41 € Mehrkosten pro Monat gegenstehen. Ohne Shopify Payments schon ab etwa 4.100 € Monatsumsatz, weil die zusätzliche Transaktionsgebühr dann von 2,0 % auf 1,0 % fällt.
Sind die Shopify-Gebühren netto oder brutto angegeben?
Die Tarifpreise und Gebührensätze werden netto angegeben. Auf der Rechnung kommt die Umsatzsteuer entsprechend deiner Situation dazu, in Deutschland 19 %, in Österreich 20 %, in der Schweiz 8,1 %. Bei gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer greift innerhalb der EU in der Regel das Reverse-Charge-Verfahren. Die genaue Behandlung klärst du mit deinem Steuerbüro.
Kann ich meine Shopify-Gebühren verhandeln?
Unterhalb von Shopify Plus nicht. Dort gelten die Listenpreise unabhängig vom Volumen. Ab Shopify Plus sind die Konditionen für Kartenzahlungen und teilweise auch der Tarifpreis Verhandlungssache und hängen vom Jahresumsatz ab.
Passt es, machen wir es. Passt es nicht, sage ich das.
Ich arbeite an wenigen Projekten gleichzeitig und nehme keine reinen Angebotsvergleiche an. Wenn du weißt, was du willst, und jemanden suchst, der es umsetzt: zwei Sätze genügen.
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