Klarna in Shopify einrichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Klarna in Shopify einrichten: So aktivierst du Klarna über Shopify Payments, diese Zahlungsoptionen stehen zur Verfügung und so wirkt sich Klarna auf deine Conversion im DACH-Markt aus.
Du willst Klarna in deinem Shopify-Shop einrichten? Die gute Nachricht: Wenn du Shopify Payments nutzt, ist Klarna in wenigen Minuten aktiviert – ohne separate App und ohne eigenen Klarna-Händlervertrag. Du schaltest die Zahlart direkt in den Zahlungseinstellungen frei, und deine Kundinnen und Kunden können je nach Verfügbarkeit auf Rechnung kaufen, in Raten zahlen oder sofort bezahlen. In dieser Anleitung gehen wir die Einrichtung Schritt für Schritt durch, schauen uns die einzelnen Klarna-Optionen an und klären, was Klarna für deine Conversion im DACH-Markt bedeutet.
Was Klarna deinen Kunden bietet
Klarna ist im deutschsprachigen Raum einer der bekanntesten Zahlungsanbieter und deckt gleich mehrere Bedürfnisse ab. Je nach Land und Freischaltung stehen typischerweise diese Optionen zur Verfügung:
Rechnungskauf („Pay Later“): Kunden bestellen, erhalten die Ware und bezahlen erst danach innerhalb eines Zahlungsziels. Das ist die im DACH-Raum mit Abstand wichtigste Option – das komplette Thema habe ich im Schwester-Artikel Kauf auf Rechnung in Shopify vertieft.
Ratenkauf: Der Warenkorb wird in mehrere Teilzahlungen aufgeteilt. Das senkt die Hürde bei höheren Warenkörben spürbar – etwa bei Möbeln, Technik oder hochwertiger Mode.
Sofort bezahlen: Direkte Zahlung per Banküberweisung oder hinterlegter Karte, für Kunden, die kein Zahlungsziel brauchen.
Für dich als Händler wichtig: Klarna übernimmt bei den Zahlungsziel-Optionen die Bonitätsprüfung und in der Regel das Zahlungsausfallrisiko – du erhältst dein Geld unabhängig davon, wann und ob der Kunde an Klarna zahlt.
Voraussetzungen: Das brauchst du vor der Einrichtung
Der einfachste Weg zu Klarna führt über Shopify Payments, das integrierte Zahlungssystem von Shopify. Prüfe vorab drei Dinge: Erstens, dass Shopify Payments in deinem Shop aktiviert und vollständig verifiziert ist (Firmendaten, Bankkonto, Identitätsnachweis). Zweitens, dass Klarna für dein Land und deine Währung verfügbar ist – für Deutschland und Österreich ist das der Standardfall. Drittens, dass deine Branche nicht zu den ausgeschlossenen Kategorien des Anbieters gehört. Falls du Shopify Payments nicht nutzen kannst oder willst, lässt sich Klarna alternativ als eigenständiger Zahlungsanbieter mit direktem Klarna-Konto anbinden – das ist etwas mehr Aufwand, funktioniert aber ebenfalls.
Klarna in Shopify aktivieren: Schritt für Schritt
- Zahlungseinstellungen öffnen: Gehe im Shopify-Admin auf Einstellungen → Zahlungen und öffne den Bereich Shopify Payments.
- Zahlungsmethoden verwalten: Unter den Zahlungsmethoden findest du die verfügbaren Optionen – aktiviere dort Klarna. Ist die Option nicht sichtbar, prüfe Land, Währung und den Verifizierungsstatus deines Kontos.
- Konditionen prüfen: Sieh dir die angezeigten Gebühren für Klarna-Transaktionen an. Sie liegen üblicherweise über denen einfacher Kartenzahlungen – kalkuliere sie bewusst ein.
- Testbestellung durchführen: Führe eine Testbestellung durch und prüfe, wie Klarna im Checkout dargestellt wird und welche Optionen deine Kunden tatsächlich sehen. Die angebotenen Varianten können je nach Warenkorbhöhe und Bonitätsprüfung variieren.
- On-Site-Messaging einrichten (optional): Klarna bietet Hinweise wie die Ratenzahlungs-Info direkt auf der Produktseite an. Richtig eingesetzt, wirkt das konversionsfördernd – achte aber auf saubere Theme-Integration und Ladezeit.
- Zahlart sichtbar machen: Ergänze das Klarna-Logo bei den Zahlungsarten im Footer und auf deiner Zahlungsarten-Seite. Kunden sollen vor dem Checkout wissen, dass sie flexibel zahlen können.
Wenn du gerade dabei bist, deinen Shop komplett aufzusetzen, lohnt sich der Blick auf mein Paket für Shopify Setup & Launch – dort gehört ein sauber konfigurierter Zahlungsmix von Anfang an dazu.

Was bringt Klarna für die Conversion?
Die Wirkung von Klarna entsteht an zwei Stellen. Im Checkout selbst: Kunden, die nicht per Karte oder PayPal zahlen wollen, finden eine vertraute Alternative – gerade im DACH-Raum, wo Rechnungskauf tief verankert ist, verhindert das Abbrüche in letzter Sekunde. Und vor dem Checkout: Die Möglichkeit, später oder in Raten zu zahlen, senkt die gefühlte Hürde bei höheren Warenkörben und kann den durchschnittlichen Bestellwert erhöhen. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von Zielgruppe, Preisniveau und Sortiment ab – miss ihn deshalb selbst: Beobachte Checkout-Abbruchrate, Zahlarten-Verteilung und Bestellwert vor und nach der Aktivierung. Klarna ist dabei ein Baustein von mehreren – welcher Zahlungsmix für den deutschsprachigen Markt insgesamt sinnvoll ist, vergleiche ich im Artikel Shopify-Zahlungsanbieter im DACH-Vergleich.
Du bist unsicher, ob Klarna zu deiner Zielgruppe passt oder wie du den Effekt sauber misst? Dann buch dir ein kostenloses 30-Minuten-Gespräch – wir schauen gemeinsam auf deinen Checkout.
Typische Fehler bei der Klarna-Einrichtung
In der Praxis sehe ich immer wieder dieselben Stolperfallen: Die Zahlart wird aktiviert, aber nirgendwo im Shop kommuniziert – die Conversion-Wirkung verpufft. Das On-Site-Messaging wird unsauber ins Theme integriert und bremst die Ladezeit. Retouren-Prozesse werden nicht angepasst, sodass Kunden Zahlungserinnerungen für bereits zurückgeschickte Ware erhalten – ein Klassiker für schlechte Bewertungen. Und: Es wird vergessen, dass Klarna nicht jedem Kunden jede Option anbietet. Fällt die Risikoprüfung negativ aus, fehlt der Rechnungskauf im Checkout – sorge deshalb immer dafür, dass genügend alternative Zahlarten aktiv sind.
FAQ: Klarna in Shopify
Brauche ich einen eigenen Klarna-Vertrag für Shopify?
Nicht unbedingt. Über Shopify Payments aktivierst du Klarna ohne separaten Händlervertrag direkt in den Zahlungseinstellungen. Nur wenn du Klarna als eigenständigen Anbieter außerhalb von Shopify Payments anbinden willst, brauchst du ein eigenes Klarna-Händlerkonto.
Welche Klarna-Zahlungsoptionen sehen meine Kunden?
Das hängt von Land, Warenkorbhöhe und der Risikoprüfung im Einzelfall ab. Typisch für den DACH-Raum sind Rechnungskauf, Ratenkauf und Sofortzahlung – Klarna entscheidet beim Checkout dynamisch, welche Optionen angeboten werden.
Was kostet Klarna für Händler?
Die Gebühren liegen üblicherweise über denen einfacher Kartenzahlungen und hängen von Land, Zahlungsoption und deinem Setup ab. Die konkreten Konditionen siehst du transparent in deinen Shopify-Zahlungseinstellungen bzw. bei Klarna direkt – kalkuliere sie gegen den erwarteten Conversion-Zuwachs.
Trägt Klarna das Ausfallrisiko beim Rechnungskauf?
In der Regel ja: Klarna prüft die Bonität, zahlt dir den Betrag aus und kümmert sich um Zahlungserinnerungen. Das Risiko, dass der Kunde nicht zahlt, liegt damit beim Anbieter – nicht bei dir.
Fazit: Klarna ist für DACH-Shops ein Pflicht-Kandidat
Klarna bringt die im deutschsprachigen Raum meistgewünschten Zahlungsoptionen – allen voran den Rechnungskauf – mit minimalem Einrichtungsaufwand in deinen Shopify-Shop. Die Aktivierung über Shopify Payments ist schnell erledigt; die eigentliche Arbeit liegt in sauberer Kommunikation, getesteten Prozessen und der Messung des Conversion-Effekts. Wenn du dabei Unterstützung willst – vom Payment-Setup bis zum kompletten Shop-Launch – buch dir hier dein kostenloses Erstgespräch. Wir bringen deinen Checkout auf DACH-Niveau.
Passt es, machen wir es. Passt es nicht, sage ich das.
Ich arbeite an wenigen Projekten gleichzeitig und nehme keine reinen Angebotsvergleiche an. Wenn du weißt, was du willst, und jemanden suchst, der es umsetzt: zwei Sätze genügen.
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