Von PrestaShop zu Shopify migrieren: Anleitung 2026
Du willst von PrestaShop zu Shopify migrieren? Die Anleitung zeigt, wie Produkte mit Kombinationen, Kunden, Bestellungen und alle URLs ohne Ranking-Verlust umziehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Produkte mit Kombinationen, Merkmale, Kunden, Bestellungen und Inhalte lassen sich vollständig zu Shopify übertragen – Passwörter aus Sicherheitsgründen nicht.
- PrestaShop hängt eine ID vor jede Adresse, etwa
/7-produktname.html. Shopify hat feste Pfade, deshalb braucht jede alte URL eine 301-Weiterleitung. - Kombinationen werden zu Varianten: bis zu 2.048 pro Produkt, aber höchstens drei Optionen.
- Module werden nicht kopiert, sondern durch Shopify-Funktionen oder wenige Apps ersetzt.
Du betreibst deinen Shop auf PrestaShop und willst zu Shopify wechseln? Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie der Umzug gelingt – ohne Datenverlust und ohne Ranking-Einbruch. Sie basiert auf echten Projekten, zum Beispiel dem Umzug des Double Beauty Shops von PrestaShop zu Shopify.
Warum von PrestaShop zu Shopify wechseln?
PrestaShop ist kostenlos und flexibel, aber die Arbeit liegt bei dir oder deiner Agentur: Hosting, PHP-Versionen, Sicherheitsupdates und die Pflege vieler Module. Gerade ältere Shops auf PrestaShop 1.6 oder 1.7 haben das Problem, dass ein Update auf die aktuelle Version fast einer Neuentwicklung gleicht – inklusive Theme und Modulen.
- Kein Server mehr: Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt Shopify.
- Weniger Module: Viele Funktionen, für die PrestaShop ein kostenpflichtiges Modul braucht, sind in Shopify eingebaut – etwa Rabatte, Mengenregeln oder mehrere Sprachen und Länder über Markets.
- Schnellerer Checkout: Shop Pay, PayPal, Klarna und Kauf auf Rechnung sind ohne Zusatzmodul verfügbar.
Was wird migriert – und wie?
| PrestaShop | Shopify | Worauf achten |
|---|---|---|
| Produkte mit Kombinationen | Produkte mit Varianten | Höchstens drei Optionen pro Produkt, bis zu 2.048 Varianten |
| Merkmale (Features) | Metafelder | Als Filter in den Kollektionen nutzbar machen |
| Kategorien | Kollektionen | Verschachtelte Kategorien werden flach, Navigation baut die Struktur |
| Kunden und Adressen | Kunden | Passwörter nicht übertragbar, Konto-Aktivierung per Einladung |
| Bestellungen | Bestellhistorie | Ohne E-Mails an Kunden und ohne Bestandsabzug importieren |
| Kundengruppen und Sonderpreise | B2B-Firmen, Kataloge, Mengenrabatte | Seit April 2026 auch ohne Plus, bis zu drei Preislisten |
| CMS-Seiten | Seiten | Inhalte übernehmen, Layout im Theme neu bauen |
| Gutscheine und Warenkorbregeln | Rabatte | Aktive Codes übernehmen, Regeln neu anlegen |
Wie Kundengruppen und Staffelpreise in Shopify aussehen, erklärt die Anleitung Shopify B2B einrichten. Welche Daten bei Migrationen in der Praxis verloren gehen, steht im Beitrag Datenverlust bei der Shopify-Migration.

URL-Mapping: So werden PrestaShop-URLs zu Shopify-URLs
PrestaShop setzt standardmäßig die interne ID vor den Namen und hängt bei Produkten .html an. Sind mehrere Sprachen aktiv, steht zusätzlich ein Sprachkürzel davor. Typisch sieht das so aus:
| Inhalt | PrestaShop (typisch) | Shopify |
|---|---|---|
| Produkt | /kategorie/7-produktname.html | /products/produktname |
| Kategorie | /3-kategorie | /collections/kategorie |
| CMS-Seite | /content/4-ueber-uns | /pages/ueber-uns |
| Marke | /brand/2-markenname | /collections/vendors?q=… oder eigene Kollektion |
| Weitere Sprache | /en/… | /en/… über Shopify Markets |
Weil die URL-Vorlagen unter Traffic & SEO anpassbar sind, prüfst du zuerst die Einstellungen deines Shops. Die vollständige Liste bekommst du aus der PrestaShop-Sitemap plus dem Export der indexierten Seiten aus der Google Search Console. Achte auf Produkte mit Kombinationen: Je nach Einstellung erzeugt PrestaShop eigene Adressen pro Kombination, die ebenfalls auf das Shopify-Produkt zeigen müssen.
Schritt für Schritt: So läuft die Migration
- Bestandsaufnahme: Produkte, Kombinationen, Merkmale, Kundengruppen, aktive Module und alle indexierten URLs erfassen.
- Shopify einrichten: Steuern, Versandzonen, Zahlungsarten, Sprachen und Märkte für den DACH-Raum konfigurieren.
- Daten importieren: Produkte, Kunden und Bestellungen übertragen und danach Stückzahlen, Preise und Varianten gegenprüfen.
- Theme bauen: Design auf einem schnellen Shopify-Theme umsetzen, mobil zuerst.
- Weiterleitungen anlegen: Jede alte URL einzeln auf ihr neues Ziel leiten, nie pauschal auf die Startseite.
- Testen: Testbestellungen über alle Zahlungsarten, E-Mails, Rechtstexte und Tracking prüfen.
- Go-Live: Domain umstellen, Sitemap in der Search Console einreichen und die Rankings in den ersten Wochen beobachten.
Was passiert mit meinen PrestaShop-Modulen?
Module werden nicht übertragen. Viele sind in Shopify überflüssig, weil die Funktion eingebaut ist. Für den Rest gibt es Apps. Liste vor der Migration auf, welche Module wirklich genutzt werden – häufig bleiben am Ende nur eine Handvoll Apps übrig. Das senkt die laufenden Kosten und macht den Shop schneller.
Aus der Praxis: Double Beauty Shop
Beim Double Beauty Shop ging es um mehr als den reinen Umzug: Die Navigation wurde nach Kaufverhalten neu geordnet, Produktseiten und Checkout wurden entschlackt und die mobile Ansicht überarbeitet. Die Ladezeit sank dabei um rund 40 %. Das Projekt findest du bei den Referenzen.
Häufige Fehler
- Nur Produkt-URLs weiterleiten: Kategorien, Marken, CMS-Seiten und Sprachversionen haben oft genauso viele Backlinks.
- Kombinationen 1:1 übernehmen wollen: Mehr als drei Optionen passen nicht in ein Shopify-Produkt und müssen vorher umgebaut werden.
- Bestellungen mit E-Mails importieren: Sonst bekommen Kunden Bestätigungen zu alten Bestellungen.
- Rechtstexte vergessen: AGB, Widerruf, Datenschutz und Cookie-Consent müssen zum Go-Live stehen.
Kosten und Dauer: PrestaShop zu Shopify
Eine PrestaShop-zu-Shopify-Migration setze ich zum Festpreis ab 5.900 € um – inklusive Datenübernahme, Theme-Umsetzung, Zahlarten- und DACH-Setup sowie vollständigem 301-Mapping. Die typische Dauer liegt bei 3–8 Wochen; dein PrestaShop-Shop verkauft bis zum Go-live ganz normal weiter. Wovon der Preis im Einzelnen abhängt, steht in der Kostenübersicht auf der Migrations-Seite, die laufenden Shopify-Gebühren danach im Beitrag Shopify Kosten.
Umgesetzt wird das nicht von einer Agentur mit wechselnden Ansprechpartnern, sondern von mir persönlich als Shopify Freelancer – du sprichst von der Analyse bis zum Go-Live mit der Person, die deinen Shop baut.
FAQ
Kann ich meine PrestaShop-Kunden mitnehmen?
Ja. Kundenkonten, Adressen und die Bestellhistorie werden übertragen. Passwörter lassen sich technisch nicht migrieren, deshalb aktivieren Kunden ihr Konto einmalig per Einladungs-Mail.
Verliere ich beim Wechsel meine Google-Rankings?
Nicht, wenn jede alte URL eine eigene 301-Weiterleitung bekommt und Title-Tags sowie Meta-Beschreibungen übernommen werden. Kurze Schwankungen nach dem Go-Live sind normal.
Was passiert mit Produkten mit vielen Kombinationen?
Sie werden zu Shopify-Varianten. Shopify erlaubt bis zu 2.048 Varianten, aber nur drei Optionen pro Produkt. Produkte mit mehr Attributen werden vorher aufgeteilt oder über Metafelder gelöst.
Kann mein PrestaShop während der Migration weiterlaufen?
Ja. Der neue Shop entsteht parallel, dein PrestaShop verkauft bis zum Go-Live normal weiter.
Fazit
Der Wechsel von PrestaShop zu Shopify lohnt sich, wenn Hosting, Updates und Module mehr Zeit und Geld kosten als das eigentliche Geschäft. Mit sauberem Datenumzug und vollständigem URL-Mapping bleiben Kunden und Rankings erhalten. Den gesamten Ablauf findest du auf der Seite Shopify-Migration – oder du buchst direkt ein kostenloses Erstgespräch. Anleitungen für andere Systeme: WooCommerce, Shopware, Magento.
Passt es, machen wir es. Passt es nicht, sage ich das.
Ich arbeite an wenigen Projekten gleichzeitig und nehme keine reinen Angebotsvergleiche an. Wenn du weißt, was du willst, und jemanden suchst, der es umsetzt: zwei Sätze genügen.
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