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Shopify B2B auf Plus einrichten: Anleitung 2026

Shopify Plus B2B einrichten: Firmenkonten, Preislisten, Zahlungsziele und ein kombinierter B2B/B2C-Shop – die praktische Anleitung für den DACH-Raum.

Shopify B2B auf Plus einrichten: Anleitung 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Shopify Plus sind B2B-Funktionen nativ eingebaut – Firmenkonten, Preislisten, Zahlungsziele, Mengenstaffeln.
  • Seit April 2026 gibt es Shopify B2B auch ohne Plus: Basic, Grow und Advanced bekommen Firmenkonten, Zahlungsziele, Mengenregeln und bis zu 3 aktive B2B-Kataloge.
  • Kein Drittanbieter-Paket nötig; der frühere Shopware-Vorsprung ist weitgehend ausgeglichen.
  • B2B und B2C laufen kombiniert (ein Katalog, Netto-Preise für Eingeloggte) oder getrennt.
  • Auch im B2B gelten korrekte Steuersätze, Netto-Ausweisung und Reverse-Charge – von Anfang an einplanen.

B2B ist auf Shopify längst kein Sonderfall mehr. Auf Shopify Plus sind Großhandels-Funktionen nativ eingebaut – ohne separate Installation. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du Firmenkonten, Preislisten und Zahlungsziele einrichtest und B2B sinnvoll neben deinem bestehenden B2C-Geschäft betreibst.

Shopify B2B einrichten – Beispiel Krautz Ironz: Produktseite mit Netto- und Bruttopreis für Händler
Beispiel aus meinen Projekten: Krautz Ironz, Netto- und Bruttopreise im B2B-Shop. Zur Case Study

01B2B auf Shopify Plus: Was nativ dabei ist

Mit Shopify Plus bekommst du Firmenkonten (Companies) mit mehreren Standorten und Ansprechpartnern, individuelle Preislisten je Kunde oder Gruppe, Zahlungsziele (Net 30/60) und Mengenstaffeln. Du brauchst dafür keine Drittanbieter-Suite – das war früher der große Vorteil von Systemen wie Shopware und ist heute weitgehend ausgeglichen, wie mein Plus-Vergleich zeigt.

Shopify B2B ohne Plus: Was seit April 2026 geht

Am 2. April 2026 hat Shopify die wichtigsten B2B-Funktionen für alle Tarife freigeschaltet – ohne Aufpreis. Damit ist Shopify B2B nicht mehr automatisch ein Plus-Projekt. Die Unterschiede liegen jetzt vor allem bei der Zahl der Preislisten und bei Zahlungsdetails:

Funktion Basic, Grow, Advanced Shopify Plus
Firmenkonten mit Standorten Ja Ja
Zahlungsziele (z. B. 30 Tage netto) und Zahlungserinnerungen Ja Ja
Mengenregeln (Mindest-, Höchst- und Staffelmengen) und Mengenrabatte Ja Ja
Gespeicherte Kreditkarten, Entwürfe mit Bestellnummer (PO) Ja Ja
B2B-Kataloge (Preislisten) bis zu 3 aktive, über Markets zugewiesen unbegrenzt, direkt je Firma oder Standort
Kundenindividuelle Preise pro Firma nur über die 3 Kataloge Ja
Anzahlungen und Teilzahlungen Nein Ja
Eigener B2B-Checkout und Storefront je Markt nur Advanced Ja

Was heißt das in der Praxis? Wenn du Großhändler in wenige Preisgruppen einteilst – etwa Händler, Großabnehmer und Partner –, reicht heute oft Grow oder Advanced. Sobald jeder Geschäftskunde eigene Konditionen bekommt, du mit Anzahlungen arbeitest oder dutzende Preislisten pflegst, führt an Plus kaum ein Weg vorbei. Die genaue Aufteilung pflegt Shopify in der Hilfe zu den B2B-Funktionen nach Tarif.

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02Firmenkonten & Rollen anlegen

Pro Firmenkunde legst du ein Company-Objekt mit Standorten an. Jedem Standort ordnest du Ansprechpartner mit Rechten zu – wer bestellen darf, wer nur einsieht. So bildest du Einkaufsstrukturen ab, bei denen mehrere Personen für ein Unternehmen bestellen.

03Preislisten, Staffeln und Mindestmengen

Im B2B zählt der richtige Preis pro Kunde. Über Preislisten hinterlegst du kundenspezifische Konditionen, prozentuale Rabatte oder feste Netto-Preise sowie Mengenstaffeln. Mindestbestellmengen und Verpackungseinheiten lassen sich ebenfalls abbilden. Für konfigurierbare oder maßgefertigte Produkte im B2B ergänzt ein Shopify Produktkonfigurator die Preislisten um Live-Preise je Konfiguration.

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04B2B und B2C: getrennt oder kombiniert?

Du hast zwei Wege: ein kombinierter Store, in dem eingeloggte B2B-Kunden ihre Netto-Preise sehen, oder getrennte Auftritte. Kombiniert spart Pflegeaufwand und nutzt denselben Katalog; getrennt gibt mehr gestalterische Freiheit. Für die meisten mittelständischen Großhändler ist der kombinierte Ansatz der pragmatischere. Für Bestell- und Warenwirtschaft empfiehlt sich zusätzlich eine ERP-Anbindung.

Shopify B2B einrichten: Checkliste in 7 Schritten

  1. Tarif wählen: Anzahl der Preisgruppen zählen. Bis zu drei reichen auf Basic, Grow oder Advanced, mehr oder kundenindividuelle Preise sprechen für Plus.
  2. Firmen anlegen: Jede Firma mit Standorten, Rechnungs- und Lieferadressen und der USt-IdNr. erfassen.
  3. Ansprechpartner einladen: Pro Standort festlegen, wer bestellen darf und wer nur einsehen darf.
  4. Kataloge und Preise: Netto-Preise, prozentuale Rabatte und Mengenstaffeln hinterlegen.
  5. Zahlungsbedingungen: Zahlungsziel je Firma festlegen, z. B. Vorkasse für Neukunden und 30 Tage netto für Bestandskunden.
  6. Steuern prüfen: Netto-Anzeige für Firmenkunden, Reverse-Charge bei EU-Geschäften mit gültiger USt-IdNr.
  7. Theme anpassen: Schnellbestellliste, Netto-/Brutto-Umschalter und Hinweise zu Mindestmengen für eingeloggte Firmenkunden einbauen.

Wie das im echten Projekt aussieht, zeigt der Relaunch von Krautz Ironz: ein Tattoo-Großhandel mit sauberer Netto- und Brutto-Preislogik für Geschäftskunden. Weitere B2B-Shops, etwa einen weltweiten LEGO®-B2B-Shop mit Mindestbestellwert, findest du bei den Referenzen.

05DACH-Pflichten im B2B

Auch im B2B gelten korrekte Steuersätze und Netto-Ausweisung, Reverse-Charge bei EU-Geschäften und rechtssichere Bestellprozesse – Grundlagen im Beitrag zum rechtssicheren Checkout. Plane das von Anfang an mit ein – nachträglich wird es teuer. Wie du Rechnungen mit Zahlungsziel automatisch erstellst und die Belege sauber in die Buchhaltung bekommst, zeigen meine Beiträge zum automatischen Rechnungsversand und zu Shopify-Buchhaltung & DATEV.

Häufige Fragen

Brauche ich für B2B zwingend Shopify Plus?
Nein, nicht mehr. Seit April 2026 bekommen auch Basic, Grow und Advanced Firmenkonten, Zahlungsziele, Mengenregeln und bis zu 3 aktive B2B-Kataloge. Plus brauchst du, wenn du mehr Preislisten, kundenindividuelle Preise pro Firma, Anzahlungen oder Teilzahlungen brauchst.
Kann ich B2B und B2C in einem Shop betreiben?
Ja. Eingeloggte B2B-Kunden sehen ihre Preislisten und Konditionen, während B2C normal einkauft. Das spart doppelte Pflege bei gleichem Produktkatalog.
Wie bilde ich kundenspezifische Preise ab?
Über Preislisten je Firma oder Gruppe – mit prozentualen Rabatten, festen Netto-Preisen und Mengenstaffeln. Auch Mindestmengen sind möglich.
Ist Shopify Plus B2B eine Alternative zu Shopware?
Für die meisten mittelständischen Großhändler ja. Erst bei sehr komplexen Einkaufslogiken mit tiefer ERP-Verzahnung lohnt ein genauer Vergleich der B2B-Tiefe.
Wie viele Preislisten kann ich ohne Shopify Plus nutzen?
Auf Basic, Grow und Advanced bis zu drei aktive B2B-Kataloge, die du über Markets zuweist. Auf Plus sind es unbegrenzt viele, und du kannst sie direkt einzelnen Firmen oder Standorten zuordnen.

Mehr zum Thema: Wie ein B2B-Relaunch in der Praxis aussieht, zeigt die Case Study Krautz Ironz – und wenn du bei der Umsetzung Unterstützung möchtest, findest du hier meine Leistungen.

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Dominik-Lukas Moral Falke
ÜBER DEN AUTOR
Dominik-Lukas Moral Falke

Shopify & Shopify Plus Freelancer · Berlin & Marbella. Seit Jahren setze ich Shopify-Shops für Marken im DACH-Raum um — von der Migration über den Relaunch bis zur Conversion-Optimierung. In diesem Blog teile ich, was in echten Projekten funktioniert.

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Passt es, machen wir es. Passt es nicht, sage ich das.

Ich arbeite an wenigen Projekten gleichzeitig und nehme keine reinen Angebotsvergleiche an. Wenn du weißt, was du willst, und jemanden suchst, der es umsetzt: zwei Sätze genügen.

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