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Shopify-Shop für Österreich: MwSt, EPS, Versand & Recht richtig einrichten 2026

Shopify-Shop für Österreich richtig aufsetzen: MwSt (20/10/13 %), EPS, Versand & Recht (ECG/FAGG), Verpackungslizenz & OSS – zum Festpreis AT-fit.

Shopify-Shop für Österreich: MwSt, EPS, Versand & Recht richtig einrichten 2026
Shopify Wissen · Österreich

Shopify-Shop für Österreich:
MwSt, EPS, Versand & Recht richtig einrichten 2026

Dominik-Lukas Moral Falke · Shopify Plus Partner · Juli 2026 · 12 Min. Lesedauer

Shopify für Österreich einrichten MwSt, EPS, Versand & Recht – AT-fit 2026 falkeconsulting.com MWST ÖSTERREICH 20 % · 10 % korrekt ZAHLART EPS lokaler Standard RÜCKTRITTSRECHT 14 Tage nach FAGG ERFAHRUNG 55+ Projekte · 4.9 ★ Google falkeconsulting.com · Shopify Plus Partner · DACH-Spezialist

Österreich ist für viele Händler „einfach Deutschland mit einem anderen Steuersatz" – und genau dieser Denkfehler kostet Zeit, Geld und im schlimmsten Fall eine Abmahnung. Der österreichische Markt hat eigene Zahlgewohnheiten (Stichwort EPS), eine eigene Verpackungslizenzierung, eigene Versandlogik und ein komplett eigenes Rechtsgerüst mit ECG, FAGG und Offenlegungspflicht. In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du einen Shopify-Shop 2026 wirklich AT-fit aufsetzt – von der MwSt über die Zahlarten bis zum Rücktrittsrecht. Wenn du das große Ganze suchst, ordnet unser Pillar-Beitrag Shopify-Shop mit KI erstellen lassen das Thema ins Gesamtbild ein.

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1. Österreich ist nicht „DE mit anderem Steuersatz" – der teure Denkfehler

Deutschland und Österreich fühlen sich für einen Online-Shop verwandt an: gleiche Sprache, EU-Binnenmarkt, DSGVO überall. Genau deshalb unterschätzen viele Händler den Aufwand und schalten Österreich einfach als „weiteres Land" in Shopify frei. Das funktioniert – bis die erste Abmahnung wegen einer falschen Rücktrittsbelehrung kommt, der Kunde am Checkout abspringt, weil seine gewohnte Zahlart fehlt, oder die Verpackungslizenz nachträglich teuer wird.

Die Wahrheit ist: Österreich hat ein eigenes Konsumentenschutz-Recht, eigene Zahlgewohnheiten, eine eigene Verpackungsverordnung und eigene Informationspflichten. Vieles ähnelt Deutschland, aber die Details sitzen an anderen Stellen – und Details sind im E-Commerce-Recht genau das, worüber abgemahnt wird. Wer sauber aufsetzt, behandelt AT als eigenständigen Markt, nicht als Kopie von DE.

Aus unserer Projekterfahrung mit über 55 Shopify-Shops im DACH-Raum: Die vier Baustellen, an denen es fast immer hakt, sind Steuer-Setup, Zahlarten, Rechtstexte und Verpackungslizenz. Genau diese gehen wir hier der Reihe nach durch – mit dem klaren Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung, sondern gibt dir die Landkarte, damit du weißt, worüber du mit deinem Steuerberater und Anwalt reden musst.

2. MwSt in Österreich: 20 %, 10 % & der 13-%-Sonderfall

Der offensichtlichste Unterschied zu Deutschland ist die Umsatzsteuer. In Österreich gilt ein Normalsatz von 20 % (in Deutschland sind es 19 %). Dazu kommen zwei ermäßigte Sätze, die man kennen muss, wenn man an österreichische Endkunden verkauft:

  • 20 % Normalsatz: gilt für die meisten Waren des typischen Online-Handels (Mode, Elektronik, Kosmetik, Möbel, Deko).
  • 10 % ermäßigt: unter anderem für Lebensmittel, Bücher, Zeitungen, Arzneimittel und Personennahverkehr – die klassische „Grundbedarf"-Kategorie.
  • 13 % ermäßigt (der AT-Sonderfall): eine Besonderheit, die es in Deutschland so nicht gibt – zum Beispiel für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse, lebende Tiere, Pflanzen, Kunstgegenstände oder Kultur-/Sportveranstaltungen.

Für dein Shopify-Setup heißt das: Du hinterlegst in den Steuereinstellungen für Österreich nicht pauschal einen Satz, sondern ordnest deinen Produkten die korrekte Steuerkategorie zu. Shopify unterstützt länderspezifische Steuersätze und Produkt-Steuerkategorien – aber die Zuordnung „welches Produkt fällt unter welchen Satz" nimmt dir kein Tool ab. Das ist eine fachliche Entscheidung, die du mit deinem Steuerberater abstimmst.

Ein häufiger Fehler: Der Shop zeigt österreichischen Kunden weiterhin die deutschen 19 % an, weil das Steuer-Setup nur für DE konfiguriert wurde. Das ist nicht nur rechnerisch falsch, sondern auch buchhalterisch ein Problem, sobald du die Umsätze über das OSS-Verfahren meldest (dazu gleich mehr in Sektion 7). Prüfe im Test-Checkout mit einer österreichischen Lieferadresse immer, welcher Steuersatz tatsächlich ausgewiesen wird.

3. Zahlarten: EPS ist in Österreich Pflichtprogramm

Hier trennt sich der ambitionierte AT-Shop vom „auch nach Österreich"-Shop. Österreicher zahlen anders als Deutsche – und die wichtigste lokale Zahlart heißt EPS (eps-Überweisung). EPS ist ein Online-Überweisungsverfahren, das direkt über das Online-Banking der österreichischen Banken läuft, vergleichbar mit dem, was Sofortüberweisung/giropay in Deutschland abdeckt. Für viele österreichische Kunden ist EPS die vertraute, sichere Standard-Zahlart – fehlt sie, springen Kunden am Checkout ab.

🏦 EPS-Überweisung

Der lokale Standard. Läuft über das Online-Banking der AT-Banken. In Österreich wichtig – sollte in keinem ernsthaften AT-Shop fehlen. Verfügbar über gängige Payment-Provider und Shopify Payments-Alternativen.

💳 Karte, PayPal & Klarna

Kreditkarte und PayPal sind auch in AT gesetzt. Klarna deckt „Kauf auf Rechnung" und Ratenzahlung ab – bei österreichischen Kunden beliebt und vertrauensbildend.

🧾 Kauf auf Rechnung

Im DACH-Raum ein Conversion-Hebel. Über Klarna oder spezialisierte Anbieter absicherbar, ohne dass du das Ausfallrisiko selbst trägst. Für viele AT-Kunden ein Vertrauenssignal.

Die Faustregel für Österreich: EPS + Kreditkarte + PayPal + Klarna (inkl. Kauf auf Rechnung) deckt den Großteil der Zahlwünsche ab. Welche Provider du kombinierst, hängt von deinem Volumen und deinen Gebührenstrukturen ab – hier lohnt sich eine kurze Rechnung, weil jede zusätzliche Zahlart auch Kosten und Wartungsaufwand bedeutet.

Wer den DACH-Raum ganzheitlich denkt, stößt beim Nachbarn Schweiz auf die nächste lokale Zahlart: TWINT. Wie das funktioniert, haben wir in TWINT in Shopify integrieren beschrieben – das Muster ist dasselbe wie bei EPS: Lokale Zahlart schlägt internationalen Standard, wenn es um Vertrauen und Conversion geht.

4. Versand & Lieferzeiten: Österreichische Post als Rückgrat

Der wichtigste Carrier für Sendungen innerhalb Österreichs ist die Österreichische Post – für viele Kunden ist die Zustellung durch die Post das gewohnte und erwartete Erlebnis. Daneben spielen internationale Versanddienstleister wie DHL, DPD oder GLS eine Rolle, besonders wenn du aus Deutschland nach Österreich lieferst. Für einen glaubwürdigen AT-Auftritt solltest du realistische Lieferzeiten und – wo möglich – die Zustellung über die Österreichische Post anbieten oder zumindest transparent kommunizieren.

Rechtlich relevant und oft übersehen: In Österreich (wie in der gesamten EU) bist du verpflichtet, klare Angaben zur Lieferzeit zu machen. „Sofort lieferbar" oder „in 2–4 Werktagen bei dir" muss der Wahrheit entsprechen und darf nicht irreführend sein. Vage oder fehlende Lieferzeitangaben sind ein klassischer Abmahngrund – nicht wegen einer AT-Spezialität, sondern weil das Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) und das allgemeine Lauterkeitsrecht das einfordern.

Praktisch heißt das für dein Shopify-Setup: Hinterlege für Österreich eigene Versandzonen mit realistischen Preisen und Laufzeiten, weise Versandkosten transparent aus und formuliere eine Versandinfo-Seite, die AT-Kunden konkret sagt, wann ihre Bestellung ankommt. Kostenloser Versand ab einem Bestellwert funktioniert auch in AT als Conversion-Hebel – nur muss die Kalkulation die höheren grenzüberschreitenden Versandkosten aus DE tragen.

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5. Rechtliche Pflichten in Österreich: ECG, FAGG, Impressum & Co.

Das ist die Sektion, die über Abmahnung oder Ruhe entscheidet. Österreich hat ein eigenes E-Commerce- und Konsumentenschutz-Recht, das an vielen Stellen anders zitiert und teils anders ausgestaltet ist als in Deutschland. Die wichtigsten Rechtsgrundlagen im Überblick:

  • §ECG (E-Commerce-Gesetz): regelt die Informationspflichten für Online-Anbieter in Österreich – wer du bist, wie man dich erreicht, wie der Vertrag zustande kommt. Das AT-Pendant zu vielen Regeln, die in DE im TMG/DDG stehen.
  • §FAGG (Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz): regelt das Rücktrittsrecht von 14 Tagen für Verbraucher – das AT-Gegenstück zum deutschen Widerrufsrecht. Die Belehrung muss korrekt und vollständig sein; eine fehlerhafte Rücktrittsbelehrung verlängert die Frist und ist abmahnbar.
  • §Offenlegungspflicht (§ 25 MedienG) + § 14 UGB: das ist die österreichische „Impressumspflicht". Wer eine Website betreibt, muss Offenlegungsangaben machen; Unternehmen im Firmenbuch nennen zusätzlich die Pflichtangaben nach UGB.
  • §Preisauszeichnungsgesetz (PrAG): Preise müssen inklusive Umsatzsteuer und aller Preisbestandteile ausgezeichnet werden (Bruttopreise), Grundpreise wo erforderlich – transparent und eindeutig.
  • §Gewährleistung (2 Jahre): Seit dem Gewährleistungsrichtlinien-Umsetzungsgesetz gilt in AT eine gesetzliche Gewährleistung von grundsätzlich zwei Jahren für bewegliche Sachen – inklusive der EU-weiten Regeln zu digitalen Leistungen und Aktualisierungspflichten.

⚠️ Die zwei häufigsten AT-Abmahnfallen

Erstens: eine falsche oder aus DE kopierte Rücktrittsbelehrung, die auf das deutsche Widerrufsrecht statt auf das FAGG verweist – das ist inhaltlich falsch und angreifbar. Zweitens: eine fehlende oder unvollständige Offenlegung nach § 25 MedienG. Beide Punkte sind mit sauberen, AT-spezifischen Rechtstexten leicht vermeidbar – aber blindes Copy-Paste der DE-Texte ist genau der Fehler, der teuer wird.

Die DSGVO gilt EU-weit und damit in Österreich genauso wie in Deutschland – Cookie-Consent, Datenschutzerklärung und Auftragsverarbeitung musst du ohnehin sauber haben. Wir gehen das hier nur kurz an, weil wir es an anderer Stelle ausführlich behandelt haben: Unsere Rechts-Checkliste für rechtssichere Shops führt dich Punkt für Punkt durch DSGVO, Cookie-Consent und die typischen Stolperfallen.

Wichtig und ehrlich gesagt: Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung. Rechtstexte für Österreich gehören von einem auf AT-E-Commerce spezialisierten Anbieter oder Anwalt erstellt bzw. geprüft. Was wir übernehmen, ist die technisch korrekte Einbindung dieser Texte in Shopify und der strukturierte Shopify-Audit, der die typischen Lücken aufdeckt, bevor sie zum Problem werden.

6. Verpackungslizenz: ARA & die AT-Verpackungspflicht

Ein Punkt, den fast jeder deutsche Händler beim Schritt nach Österreich übersieht: Österreich hat eine eigene Verpackungsverordnung. Wer Verpackungen in Österreich in Verkehr bringt – und das tust du, sobald du Waren an österreichische Endkunden versendest –, muss diese Verpackungen grundsätzlich bei einem Sammel- und Verwertungssystem lizenzieren. Das bekannteste ist die ARA (Altstoff Recycling Austria), es gibt aber auch weitere zugelassene Systeme.

Wichtig zu verstehen: Deine deutsche Lizenzierung (z. B. über LUCID/das Verpackungsregister in Deutschland) gilt nicht für Österreich. Das sind zwei getrennte Systeme in zwei Ländern. Für Versandhändler, die nach Österreich liefern, kann außerdem eine Registrierungs- bzw. Bevollmächtigten-Pflicht bestehen – die Details hängen von Mengen, Verpackungsarten und deinem Geschäftsmodell ab.

Das ist kein Shopify-Thema im engeren Sinn – es ist eine unternehmerische Pflicht, die parallel zum Shop läuft. Aber es gehört auf die Checkliste jedes Shops, der ernsthaft nach Österreich verkauft, weil eine fehlende Verpackungslizenzierung nachträglich Kosten und Ärger verursacht. Kläre früh mit dem jeweiligen System (z. B. ARA), welche Pflichten für dein Volumen konkret gelten.

7. OSS-Verfahren: wenn dein DE-Shop nach AT liefert

Die meisten unserer Kunden verkaufen aus Deutschland heraus auch nach Österreich. Dann wird das OSS-Verfahren (One-Stop-Shop) relevant. Vereinfacht: Für grenzüberschreitende Verkäufe an Privatkunden innerhalb der EU gibt es eine EU-weite Lieferschwelle von 10.000 € pro Jahr (Summe über alle EU-Länder). Solange du darunter bleibst, kannst du mit deinem deutschen Steuersatz abrechnen. Überschreitest du sie, musst du grundsätzlich die Umsatzsteuer des Ziellandes – also für AT die österreichischen 20 % bzw. die ermäßigten Sätze – anwenden und abführen.

Das OSS-Verfahren erspart dir dabei die separate umsatzsteuerliche Registrierung in Österreich: Du meldest die AT-Umsätze zentral über das OSS-Portal (in Deutschland beim Bundeszentralamt für Steuern) und führst die österreichische Steuer gebündelt ab. Für dein Shopify-Setup heißt das: Sobald du über der Schwelle bist, muss dein Shop den österreichischen Steuersatz für AT-Lieferungen korrekt ausweisen – sonst stimmt deine OSS-Meldung nicht mit dem überein, was der Kunde tatsächlich bezahlt hat.

Das ist genau die Schnittstelle, an der Technik und Steuerrecht zusammenlaufen – und wo Fehler teuer werden. Wir richten die Steuerzonen in Shopify so ein, dass sie zu deiner OSS-Situation passen; die steuerliche Bewertung triffst du mit deinem Steuerberater. Übersicht über die typischen AT-Pflichten und ihren Status:

AT-Pflicht Was zu tun ist Zuständig
MwSt-Sätze AT 20 % / 10 % / 13 % korrekt je Produkt hinterlegen Setup + Steuerberater
EPS-Zahlart Über Payment-Provider aktivieren, im Checkout testen Setup
Versandzonen AT Preise, Laufzeiten & Lieferzeitangaben hinterlegen Setup
Rücktrittsbelehrung (FAGG) AT-konforme Belehrung + Muster-Formular einbinden Anwalt + Setup
Offenlegung (§ 25 MedienG) AT-Impressum/Offenlegung erstellen und verlinken Anwalt + Setup
Verpackungslizenz Bei ARA o. Ä. registrieren/lizenzieren Händler + Beratung
OSS-Verfahren Ab 10.000 € Schwelle registrieren & melden Steuerberater

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8. DACH im Vergleich: Deutschland, Österreich, Schweiz

Wer den ganzen DACH-Raum bedient, sollte die drei Länder klar auseinanderhalten. Der Fokus dieses Guides liegt auf Österreich – aber der Vergleich zeigt, warum „ein Shop für alle drei" ohne Anpassungen selten funktioniert:

🇩🇪 Deutschland

19 % Normalsatz, Widerrufsrecht nach BGB, Impressumspflicht nach DDG, LUCID-Verpackungsregister. Für viele der Ausgangspunkt – aber eben nicht 1:1 übertragbar.

🇦🇹 Österreich Fokus

20 % Normalsatz (plus 10 % & 13 %), Rücktrittsrecht nach FAGG, Offenlegung nach § 25 MedienG, EPS als lokale Zahlart, eigene Verpackungslizenz (ARA). Eigener Markt mit eigenen Regeln.

🇨🇭 Schweiz

Kein EU-Land: Zoll, Einfuhr-MwSt, CHF-Preise und TWINT als lokale Zahlart. Details in QR-Rechnung für Shopify Schweiz und TWINT integrieren.

Die Kernaussage: Österreich liegt regulatorisch näher an Deutschland als die Schweiz, hat aber genug eigene Regeln, dass ein sauberer AT-Auftritt mehr ist als ein zweiter Steuersatz. Wenn du deinen Shop von Anfang an DACH-fähig planst – oder eine bestehende Migration nutzt, um es richtig zu machen –, sparst du dir später teure Nachbesserungen. Was ein solches Setup kostet, zeigt dir transparent unser Shopify-Kostenrechner.

FAQ: Shopify-Shop für Österreich

Welcher Mehrwertsteuersatz gilt in Österreich?

Der Normalsatz beträgt 20 %. Daneben gibt es einen ermäßigten Satz von 10 % (z. B. Lebensmittel, Bücher) und einen weiteren Satz von 13 % für bestimmte Waren und Leistungen (z. B. bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse, Kultur/Veranstaltungen). Welcher Satz für dein Produkt gilt, klärst du mit deinem Steuerberater.

Brauche ich EPS für meinen österreichischen Shop?

EPS (eps-Überweisung) ist in Österreich die verbreitete lokale Online-Zahlart und sollte in keinem ernsthaften AT-Shop fehlen. Kombiniert mit Kreditkarte, PayPal und Klarna (inkl. Kauf auf Rechnung) deckst du den Großteil der österreichischen Zahlwünsche ab und reduzierst Kaufabbrüche am Checkout.

Kann ich meine deutschen Rechtstexte einfach für Österreich übernehmen?

Nein. Österreich hat ein eigenes Recht: Das Rücktrittsrecht regelt das FAGG (nicht das deutsche Widerrufsrecht nach BGB), die Impressumspflicht ergibt sich aus § 25 MedienG und § 14 UGB. Kopierte DE-Texte sind ein klassischer Abmahngrund. Lass AT-Rechtstexte von einem spezialisierten Anbieter oder Anwalt erstellen bzw. prüfen.

Was ist die Verpackungslizenz in Österreich?

Wer Verpackungen in Österreich in Verkehr bringt – also nach AT versendet –, muss diese grundsätzlich bei einem Sammel- und Verwertungssystem lizenzieren, z. B. bei der ARA. Die deutsche Lizenzierung (LUCID) gilt dafür nicht; das sind getrennte Systeme. Kläre früh, welche Pflichten für dein Volumen konkret gelten.

Muss ich als deutscher Händler Umsatzsteuer in Österreich abführen?

Sobald deine EU-weiten Fernverkäufe an Privatkunden die Lieferschwelle von 10.000 € überschreiten, musst du grundsätzlich den österreichischen Steuersatz anwenden und die Steuer abführen. Das OSS-Verfahren (One-Stop-Shop) erlaubt dir, das zentral zu melden, ohne dich separat in Österreich registrieren zu müssen. Die Bewertung triffst du mit deinem Steuerberater.

Wie lange dauert es, einen Shopify-Shop AT-fit aufzusetzen?

Wenn Rechtstexte und steuerliche Bewertung vorliegen, ist das technische Shopify-Setup (Steuerzonen, EPS & weitere Zahlarten, Versandzonen, Einbindung der Rechtstexte, Test-Checkout) meist in wenigen Tagen erledigt. Wir bieten das zum Festpreis an – die realistische Dauer hängt vor allem davon ab, wie schnell Rechts- und Steuerthemen extern geklärt sind.

9. Fazit: Österreich verdient einen eigenen Auftritt

Österreich ist ein attraktiver, kaufkräftiger Markt direkt vor der Haustür – aber eben ein eigener Markt. Wer ihn als „Deutschland mit 20 % statt 19 %" behandelt, riskiert Abmahnungen, verschenkt Conversion an fehlenden Zahlarten wie EPS und übersieht Pflichten wie die Verpackungslizenzierung. Wer AT dagegen sauber aufsetzt – korrekte Steuersätze, EPS und lokale Zahlarten, transparente Versandinfos, AT-konforme Rechtstexte nach ECG und FAGG, geklärte Verpackungs- und OSS-Situation – hat einen Shop, der Vertrauen schafft und rechtlich ruhig läuft.

Genau das ist unser Job: Wir setzen Shopify-Shops im Setup & Launch zum Festpreis AT-fit auf und arbeiten Hand in Hand mit deinem Steuerberater und Anwalt. Wenn du gerade erst startest, hilft dir unsere Money-Page Shopify-Shop erstellen lassen beim nächsten Schritt – und für das große Ganze lohnt sich der Pillar-Beitrag Shopify-Shop mit KI erstellen lassen.

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Dominik-Lukas Moral Falke
Dominik-Lukas Moral Falke
Shopify & Shopify Plus Freelancer · Berlin & Marbella

Seit Jahren setze ich Shopify-Shops für Marken im DACH-Raum um — von der Migration über den Relaunch bis zur Conversion-Optimierung. In diesem Blog teile ich, was in echten Projekten funktioniert.

Zuletzt aktualisiert: 17.07.2026 · Auf fachliche Richtigkeit geprüft.

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